15. Juli 2026
Klimaschutz mit Schubkraft: Die Luftfahrt von morgen entsteht in Brandenburg
Der Brandenburger Europaabgeordnete Sergey Lagodinsky hat sich am Rolls-Royce-Standort in Dahlewitz über moderne Triebwerkstechnologien und Ansätze für eine emissionsärmere Luftfahrt informiert. Am Standort arbeiten mehr als 2.500 Beschäftigte aus rund 60 Nationen an der Entwicklung, Erprobung und Wartung von Triebwerken.
„Rolls-Royce in Dahlewitz zeigt die Stärke europäischer Industrie und internationaler Zusammenarbeit. Diese Kompetenz ist wichtig, wenn wir technologische Lösungen für die Herausforderungen des Klimaschutzes entwickeln wollen“, sagte Lagodinsky.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen effizientere Triebwerke, neue Antriebstechnologien und nachhaltige Flugkraftstoffe. Rolls-Royce arbeitet an Triebwerkstechnologien, die den Einsatz alternativer Flugkraftstoffe ermöglichen, um eine entscheidende Rolle bei der Dekarbonisierung der Luftfahrt zu spielen. Diese Flugkraftstoffe und weiteren Innovationen tragen dazu bei die Klimawirkungen des Luftverkehrs zu verringern.
„Die Dekarbonisierung der Luftfahrt ist eine große Herausforderung. Es wird nicht die eine technische Lösung geben. Wir brauchen effizientere Flugzeuge, nachhaltige Kraftstoffe und klare politische Rahmenbedingungen“, sagte Lagodinsky.
Gerade bei großen Flugzeugen und längeren Strecken gibt es bislang nur wenige Alternativen zu flüssigen Kraftstoffen. Deshalb können nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) ein wichtiger Baustein sein – insbesondere dort, wo andere Antriebslösungen an Grenzen stoßen. Gleichzeitig bleibt SAF knapp, teuer und benötigt große Mengen erneuerbarer Energie.
„Klimaschutz im Luftverkehr bedeutet auch, den Bedarf kritisch zu hinterfragen. Gerade bei Kurzstrecken sollten wir prüfen, welche Flüge tatsächlich notwendig sind und wo eine Verlagerung auf die Bahn eine sinnvolle Alternative ist. Für die verbleibenden Flugverbindungen brauchen wir technologische Lösungen und nachhaltigere Kraftstoffe“, sagte Lagodinsky.
Für Brandenburg bietet die Entwicklung von SAF wirtschaftliche Chancen. In Schwedt und der Lausitz entstehen Projekte zur Herstellung synthetischer Flugkraftstoffe. Mit dem PtX Lab Lausitz in Cottbus verfügt die Region zudem über wichtige Forschungskompetenz für strombasierte Kraftstoffe.
„Brandenburg kann bei der Entwicklung nachhaltiger Kraftstoffe eine wichtige Rolle spielen. Das schafft industrielle Perspektiven und kann dazu beitragen, die Klimawirkungen des Luftverkehrs zu reduzieren. Die europäischen SAF-Quoten schaffen dabei die notwendige Planungssicherheit für Investitionen“, sagte Lagodinsky.